Prävention

Als Prävention (von lateinisch praevenire ‚zuvorkommen‘, ‚verhüten‘) bezeichnet man vorbeugende Maßnahmen, um ein unerwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden. Ganz allgemein kann der Begriff mit „vorausschauender Problemvermeidung“ übersetzt werden.

 

Präventionsprogramme nach § 20 SGB V
Programmdauer 10 Wochen
Dauer einer Einheit 60 min einmal wöchentlich
Programmgebühr 100 Euro
Leitung der Programme qualifizierte Physiotherapeuten, Diplomsportlehrer

80% der Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen bei regelmäßiger Teilnahme erstattet.

 

Wirbelsäulengymnastik:

Das Programm enthält Übungen zur Kräftigung und Entspannung der Rücken- und Schultermuskulatur.
Es dient zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens bis hin zur Schmerzfreiheit.
Zur Durchführung gehören vor allem Dehn-, Lockerungs- und Kräftigungsübungen für die Muskulatur, wirbelsäulengerechtes Verhalten im Alltag und Entspannungsübungen.
Die Teilnehmer lernen dabei z.B. richtiges sitzen, Heben und Tragen in Theorie und Praxis.
Zu den Zielen zählen unter anderem die Erhöhung der Knochendichte, Verminderung des Frakturrisikos und Vermeidung muskulärer Disbalancen.

 

Herz-Kreislauf-Training:

Programm, um gezielt das Herz-Kreislauf-System zu stärken, Blutzucker und Stresshormone abzubauen, Blutfettwerte schnell und deutlich zu senken und Cholesterin zu mindern.

Das Radtraining auf speziellen Ergometern ermöglicht, in verschiedenen Belastungsbereichen zum Rhythmus der Musik das Herz zu stärken und somit eine dauerhaft gesenkte Herzfrequenz zu erreichen.
Bei regelmäßigem Ausdauertraining lässt sich der Ruhepuls bis zu 25% reduzieren. Das bedeutet, selbst wenn der Puls nur um 10 Schläge pro Minute, von 85 auf 75 absinkt, sind das 1440 am Tag und 5 Mio. im Jahr.
Ein schöner Nebeneffekt ist für viele die Gewichtsreduktion. Gelenkbelastungen nehmen dadurch ab und Blutdruckprobleme werden vermindert.

 

Pilates:

Im Pilates-Training werden zusammenhängende Muskelketten trainiert, mit dem Ziel lange, schlanke Muskeln zu formen. Die tiefe Bauchmuskulatur und alle Muskeln rund um die Wirbelsäule werden gestärkt und geformt. In diesem Körpertraining wird die Haltung verbessert und die Flexibilität sowie das Gleichgewicht erhöht. Es ist kein isoliertes Trainingsprogramm; Körper und Geist arbeiten zusammen. Die Atmung spielt eine entscheidende Rolle im Training, sie versorgt den Körper mit Sauerstoff, unterstützt die Bewegungsintention, hat reinigende Funktion, aktiviert den Stoffwechsel, fördert die Konzentration und trägt zur inneren Ruhe bei. Kursinhalt in Theorie und Praxis: Theorie - Was ist Pilates - Geschichte und Philosophie? Praxis -Pilates – Prinzipien (Atmung, Zentrierung, Konzentration, axiale Länge - Rückenhaltung, Bewegungsfluss, Kontrolle) werden erläutert und erlernt. Geschult werden Körperwahrnehmungs- und Körperbewusstseinsübungen. Erlernt und geübt werden Pilates Basis-Übungen. Anleitung, Durchführung und Korrektur von Übungen erfolgt durch den Kursleiter. Die Erweiterung des Übungsrepertoires erfolgt von Übungseinheit zu Übungseinheit zur Kräftigung, Dehnung und Stabilität, u.a. mit Hilfe von Gymnastikgeräten, wie Redondoball, Therraband, Pilates-Rolle. Ziel des Programmes sind langfristige Verhaltensänderungen/Körperhaltung (Vermeiden von Fehlstellungen und muskulären Dysbalancen) der Übenden in Beruf und Alltag, Stressminderung, Entspannung, körperliche und geistige Vitalität. Ein Übungskatalog zum Training außerhalb des Kursangebotes wird erstellt.